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»Wandlitz – Waldsiedlung«

Dokumentation von Thomas Grimm und Uta Kolano / 45 min.
Koproduktion ZEITZEUGEN TV mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb), 2008
Erstausstrahlung: 2008, rbb
Weitere Ausstrahlungen: 20.07.2008, 22:05 Uhr, MDR, 26.10.2010, 20:15 Uhr, rbb

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Annotation:

Der Film zeigt eine Innenansicht der legendenumwobenen Waldsiedlung Wandlitz.
"Wandlitz", das ist bis heute das Synonym für die so genannte Waldsiedlung des SED-Politbüros im Norden von Berlin. Tatsächlich gehört das Gelände jedoch nicht zu Berlin, sondern schon seit jeher zur Stadt Bernau.In der Waldsiedlung befand sich bis zur Wende eine etwa zwei Quadratkilometer große, abgeschirmte Siedlung, in der ranghohe SED-Funktionäre wohnten. Wie lebten die "hohen Tiere" wirklich hinter ihren selbst gewählten hohen Mauern? War es eine Art "revolutionäre Kommune", eine dekadente Schickeria oder eher ein bieder-miefiger Kleinbürgerverein? Die Waldsiedlung bestand im innersten Ring aus 23 Einfamilienhäusern mit jeweils 180 Quadratmetern Grundfläche. Aus heutiger Sicht waren es schlichte Fertigteilbauten mit eher bescheidener Einrichtung. Zu DDR-Zeiten bedeuteten sie jedoch überdurchschnittlichen Luxus. Es gab u. a. ein Schwimmbad, ein Klubhaus mit Kino und Gaststätte sowie eine Verkaufsstelle, in der neben hochwertigen DDR-Erzeugnissen auch Westwaren für DDR-Währung gekauft werden konnten. Auslöser der Siedlungsplanungen war der Ungarische Volksaufstand 1956. Die Mitglieder des Politbüros konnten in Wandlitz besser gesichert werden als in ihren Villen am Berlin-Pankower Majakowskiring.
Ehemalige Bewohner kommen zu Wort, neue Archivfunde zeigen aus historischer Distanz ein verändertes Bild der SED-Politbüro-Siedlung.