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»Suhrkamp – ein Verlag im Umbruch«

Produktion ZEITZEUGEN TV, 2010
Erstaufführung: 23.08.2010, 10:30 Uhr, Kino Babylon,Berlin
Erstausstrahlung: 25.08.2010, 22:45 Uhr, rbb
Dokumentarfilm von Thomas Grimm (Mitarbeit: Heiner Wolf) / 45 min

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Annotation:

Der Suhrkamp Verlag hat mit seinem Umzug von Frankfurt am Main nach Berlin im 60. Jahr seines Bestehens für heftige Schlagzeilen in den deutschen Medien gesorgt. Der Filmemacher Thomas Grimm begleitete diesen Prozess des Umbruchs ein Jahr lang mit der Kamera. Seine Dokumentation zeigt noch einmal den alten Standort Frankfurt am Main im Alltag des Büchermachens und führt den Zuschauer in das berühmte Suhrkamp-Archiv hinter dicken Tresortüren. Dort wo die Briefwechsel von Hermann Hesse, Bertolt Brecht, Max Frisch und vielen anderen mit dem Verlag aufbewahrt werden, ist auch die Geschichte des von Peter Suhrkamp 1950 in Berlin gegründeten Verlages dokumentiert. Autoren wie Durs Grünbein, Thomas Rosenlöcher oder Uwe Tellkamp erinnern sich an ihre ersten Besuche in diesem, die Nachkriegs-Bundesrepublik prägenden, Verlagshaus.
Der Umzug nach Berlin ist aber auch mit persönlichen Schicksalen und dramatischen Ereignissen verbunden. So verkauft Joachim Unseld, der Sohn des langjährigen Verlagschefs Siegfried Unseld in diesem Jahr seine Gesellschafteranteile. Eine Trennung für immer. Auch für einige Mitarbeiter ist der Schritt nach Berlin ein zu schwerer Schritt. Es beginnt das große Verabschieden, wozu auch die Schließung des Insel Verlag Standortes Leipzig gehört. In der Messestadt war der Verlag vor fast 100 Jahren gegründet worden.
Aber es beginnt auch der Neuanfang, der Aufbruch. Die „Schlacht um Berlin“ wie der Spiegel titelte, ist geschlagen, die Mitarbeiter besichtigen die Stadt, werden freundlich empfangen. Während in Frankfurt die Kisten mit tausenden Büchern und Ordnern gepackt werden, verlegen Techniker in der Berliner Pappelallee Kilometer lange Kabel für die neuen Büros.
Eine der ersten Mitarbeiterinnen, die nach Berlin umsiedelt, ist Petra Hardt. Sie ist Chefin der Lizenzabteilung. Ihre erste Amtshandlung ist die Vertragsausfertigung für das neue Buch von Christa Wolf „Stadt der Engel“. Für die Autorin Christa Wolf ist der Verlag nun direkt vor der Haustür, ihre Lektorin kommt nunmehr mit der Straßenbahn zu den letzten Korrekturen.
Der Andrang bei der Eröffnung des neuen Verlagsdomizils im kalten Januar 2010 ist gewaltig, die Prominenten aus Kultur und Politik geben sich ein Stelldichein. Und immer wieder kreisen die Gespräche um die Zukunft nicht nur des Suhrkamp Verlages, sondern um die Zukunft des Buches überhaupt. Welche Chance hat das gedruckte Medium gegen e-book und iPad? Wie wird sich unsere Buchlandschaft verändern? Bedarf es im Zeitalter des Internets überhaupt noch ehrwürdiger Verlagshäuser?
Es sind solche grundsätzlichen Zukunftsfragen einer ganzen Kulturepoche, die diese Dokumentation so spannend machen. Hautnah erzählt am Beispiel des Suhrkamp Verlages.

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